Die blaue LED, oder wie man Leute um den Schlaf bringt
Schöner Tag heut! Ich sitz draußen auf der Terrasse und blicke in mein spiegelndes Laptopdisplay, macht schon Spaß sich bei der Arbeit zuzugucken. Dazu gibts lecker Zigarette und Kaffee. Fehlt eigentlich nur noch ein Polfilter vor den Augen um die Optik dieses Sonnentages zu perfektionieren.
Nun zu meinem eigentlichen Anliegen, dem Feind des tiefen Schlafes: der blauen LED.
Die erste kommerzielle Blaue LED (nach neuem Standard) ist 1993 erschienen und war eine Revolution auf dem Beleuchtungsmarkt, denn durch du Einsatz einer weiteren Fluoreszensschicht konnte man weißes Licht herstellen. Bei früheren Blauen LED’s war die Lichtausbeute dafür einfach zu gering.
Mit sinkenden Preisen wurden die – ich nenn sie jetzt der Einfachkeit halber nur noch “BLED” – auch interessant für den Consumermarkt. Man findet sie mittlweile überall. Zum Bespiel am Netzteilstecker für mein Laptop (Dell Studio 15). Zugegebenermaßen, schick ist es ja. Aber das Hauptproblem liegt in ihrer Helligkeit. Ich habe damals einen Laptop gekauft; keine Nachttischlampe. Diese kleine LED erhellt mein Schlafzimmer so das es mir möglich wäre ein Buch zu lesen. Ich frage mich:”Wo steckt da der Sinn?”. Auch eine schwächere LED täte ihren Dienst hervorragend. Ein weiteres Gerät ist mein DolbyDigital-Decoder. Hier signalisiert mir die BLED, das das a) das Gerät an ist – und viel schlimmer – auch das es sich im Stand-by-Modus befindet.
Ich, als alter Elektriker konnte nur mein schwarzes Isolierband zücken und die besagte LED abkleben. Ruhe im Karton! Weitere Lichtverschmutzer finde ich an der Playstation, am PC und am Fernseher. Hier waren die Entwickler allerdings nett und haben im Stand-by-Modus auf eine Nutzung der BLED verzichtet. Geht doch.
Ich kann nur hoffen, das dieser Trend bald wieder aus den Köpfen der Entwickler verschwindet und mir ohne extra Arbeit einen ruhigen Schlaf gewährt.
Im übrigen: Die LED halte ich dennoch als Leuchtmittel der Zukunft. Sie hat eine geringere Stromaufnahme, hat eine längere Lebensdauer, und eine höhere Effizienz. Dem gegenüber steht nur ein höherer Anschaffungspreis, der sich aber durch die gesunkenen Stromkosten und die Lebensdauer wieder relativiert. Des weiteren gibt es mittlerweile Leuchtmittel auch als Warmton-Version die dem Licht der guten, alten Glühbirne in nix nachstehen.
In diesem Sinne, auch ein Nerd kann mal draußen sitzen und die Sonne genießen!
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